IoT-Dossier

Überwachung der IRVE-Ladestation: OCPP, Ladezustand und Ferndiagnose

Überwachung von IRVE-Ladestationen über OCPP 1.6/2.0: Ladezustand, Verbrauch, Ferndiagnose bei Störungen, standortübergreifendes Dashboard.

Kurz gesagt
Die Überwachung von IRVE-Ladestationen über das Protokoll OCPP 1.6 oder 2.0 ermöglicht die Echtzeitüberwachung derBelastungszustand, die Stromverbrauch und Störungen im gesamten Bestand aus der Ferne zu diagnostizieren. Die Betreiber reduzieren die Vor-Ort-Einsätze um 60 % dank der Ferndiagnose und Fernneustart defekte Anschlüsse.

Die Herausforderung bei der Überwachung von Ladestationen

Die Zahl der öffentlichen Ladestationen in Frankreich liegt mittlerweile bei über 120.000, wobei bis 2030 400.000 angestrebt werden. Für die Betreiber (CPO – Charge Point Operators) ist eine zentrale Überwachung mittlerweile unverzichtbar geworden: Ohne sie bleibt eine Störung an einer Ladestation bis zur Beschwerde des Kunden unbemerkt, und die korrektive Wartung verschlingt 80 % der Betriebskosten.

In öffentlichen Ausschreibungsunterlagen (ADVENIR, AME) wird nun eine Verfügbarkeitsrate von über 98 % gefordert. Dieses Niveau lässt sich nur durch eine Echtzeitüberwachung in Verbindung mit Möglichkeiten zur Ferndiagnose und -steuerung erreichen.

Architektur einer Überwachungslösung für Ladestationen

[Bornes de recharge EVSE]
AC 7/22 kW (Type 2)
DC 50/150/350 kW (CCS/CHAdeMO)
|
| OCPP 1.6 / 2.0.1
| (WebSocket TLS)
v
[Backend OCPP / CSMS]
Gestion des sessions
Autorisation RFID / app mobile
Smart charging profiles
Echtzeit-Benachrichtigungen
|
v
[Überwachungsplattform]
Tableau de bord multi-sites
KPIs zu Verfügbarkeit und Verbrauch
Gestion des incidents
Vorgeschriebene Berichterstattung
API vers ERP / facturation

Leistungskennzahlen (KPIs) für Ladeinfrastruktur

KPIDefinitionTypisches Ziel
Verfügbarkeit% der Zeit, in der die Ladestation betriebsbereit ist> 98 %
MTTRDurchschnittliche Zeit bis zur Störungsbehebung< 4 h
Erfolgsquote der LadevorgängeFehlerfrei abgeschlossene Ladevorgänge / Gesamtzahl> 97 %
Abgegebene EnergiekWh pro Ladestation pro MonatMonatliche Überwachung
Durchschnittliche LadezeitDurchschnittliche Dauer einer LadesitzungMonatliche Überwachung
Netzwerkverfügbarkeitsrate% der Zeit mit OCPP-Verbindung> 99,5 %

Störungsmanagement und vorbeugende Instandhaltung

Die Überwachung der Ladestationen unterscheidet verschiedene Störungsstufen:

  • Softwarefehler (40 % der Fälle): Behebung durch Fern-Reset ohne Vor-Ort-Einsatz.
  • Verbindungsproblem (20 % der Fälle): Behebung über das 4G-Notfall-Gateway oder durch Neustart des integrierten Modems.
  • Hardware-Störung (40 % der Fälle): erfordert einen Vor-Ort-Einsatz. Die Überwachungszentrale lokalisiert die defekte Station und ermittelt die Art des zu ersetzenden Bauteils, bevor ein Techniker entsandt wird.

Die vorbeugende Wartung stützt sich auf Zykluszähler (angeschlossene/getrennte Steckdosen), Innentemperaturen und OCPP-Fehlerprotokolle, wodurch Ausfälle antizipiert werden können, bevor sie den Betrieb beeinträchtigen.

Anwendungsfall: Unternehmensflotte

Für ein Unternehmen, das 50 Elektrofahrzeuge und 30 Ladestationen an mehreren Standorten verwaltet, bietet das Monitoring folgende Vorteile:

  • Kostenzuordnung: Verbrauch nach Personalausweis, Fahrzeug und Standort.
  • Tarifoptimierung: Verlagerung des Verbrauchs in Nebenzeiten (Spitzen-/Nebenzeiten) oder gemäß dem „Tempo“-Signal der EDF.
  • Verwaltung der vertraglich vereinbarten Leistung: Automatische Begrenzung der Gesamtleistung, um Überschreitungen zu vermeiden.
  • CO₂-Bericht: Vermeidbare Emissionen im Vergleich zu einem gleichwertigen Fahrzeug mit Verbrennungsmotor, für die CSR-Berichterstattung.

Häufig gestellte Fragen

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