Betreiber mit mehreren Standorten — Überwachen Sie Ihre Werke, Kraftwerke und Hochspannungsstationen von der Zentrale aus
Sie verwalten mehrere Dutzend – manchmal sogar mehrere Hundert – Industriestandorte, die über ein Gebiet verteilt sind. Jeder Standort verfügt über eine eigene Steuerung, eigene Sensoren und eigene kritische Schwellenwerte. Die Menge der zu verarbeitenden Informationen übersteigt das, was ein Team manuell bewältigen kann.
Die zentralisierte Überwachung mehrerer Standorte ist nicht nur ein Komfortinstrument. Sie ist ein Hebel für operative Produktivität, die Reduzierung von Dienstreisen, die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften und datengestützte Entscheidungsfindung.
Das Problem des Betreibers ohne zentrale Übersicht
Blind operieren
Ohne zentrale Überwachung ist jeder Standort eine „Black Box“. Die Informationen treffen fragmentiert und reaktiv ein:
- Verspätete Erkennung: Das Team erfährt erst dann von einem Pumpenausfall, wenn die Produktion zum Stillstand kommt oder ein Nutzer anruft – selten früher. Die Zeitspanne zwischen dem Beginn eines Vorfalls und dessen Erkennung beträgt in der Regel 2 bis 8 Stunden.
- Falsch gezielte Bereitschaftseinsätze: Der Bereitschaftstechniker macht sich auf den Weg, ohne zu wissen, was ihn erwartet. Zwischen 30 und 50 % der Einsätze im Bereitschaftsdienst sind „Fehlalarme“ – Probleme, die sich von selbst gelöst haben, Fehlalarme oder Probleme, die keinen nächtlichen Einsatz rechtfertigen.
- Fehlende Daten: Es ist unmöglich, Trends zu analysieren, verschleißende Anlagen zu identifizieren oder Erneuerungsinvestitionen gegenüber der Geschäftsleitung oder einem Bauherrn zu begründen.
- Zeitaufwändige Berichterstellung: Die Erstellung von Monats- oder Jahresberichten (geförderte Mengen, Verfügbarkeitsrate, Störungen) erfordert eine manuelle Zusammenstellung, die mehrere Tage in Anspruch nimmt.
Die versteckten Kosten
Einsätze: Bei einem Netz von 80 Stationen und einem unnötigen Bereitschaftseinsatz pro Standort und Jahr zu 500 € pro Techniker-Tag lassen sich Kosten in Höhe von 40.000 € pro Jahr einsparen.
Unvorbereitete Einsätze: Ein Techniker, der vor Ort eintrifft, ohne zu wissen, was ihn erwartet, muss oft zurückfahren, um das richtige Ersatzteil zu besorgen. Jede Hin- und Rückfahrt kostet 200 bis 400 €.
Verstöße gegen gesetzliche Vorschriften: Für Betreiber von Wasser- und Abwasseranlagen kann eine unentdeckte Überschreitung des Füllstands in der Auffangwanne zu einem Überlaufen in das Netz führen, was Umweltfolgen und vertragliche Strafen nach sich ziehen kann.
Die Lösung: ein einheitliches Dashboard für alle Ihre Websites
Grundsätze der Eziwan-Plattform
Eziwan bündelt die Daten aller Ihrer Standorte in Echtzeit in einem Cloud-Dashboard, auf das Sie über jeden Browser oder jede mobile App zugreifen können. Die Architektur ist für Flotten mit 10 bis über 500 Standorten ausgelegt und bietet dabei stets die gleiche Leistung.
Die von jedem Gateway übermittelten Daten:
- Prozessvariablen: Füllstände, Durchflussmengen, Drücke, Temperaturen, Ströme, Maschinenzustände
- Verbindungsdaten: 4G-Signal, Verfügbarkeit des Gateways
- Ereignisse: Starts, Stopps, Alarme, Quittierungen
- Systeminformationen: Firmware-Version, VPN-Status, letzte Synchronisierung
Wichtigste Funktionen des Dashboards
Kartografische Übersicht über die Standorte
Die Hauptansicht zeigt alle Ihre Standorte auf einer interaktiven Karte an, wobei jeder Standort durch eine bestimmte Farbe gekennzeichnet ist:
Grün: Standort verbunden, keine aktiven Alarme
Orange: Alarm aktiv (Schwellenwert überschritten, abnormaler Zustand)
Rot: kritischer Alarm oder Verbindungsausfall
Grau: Gateway offline (Stromausfall, Netzwerkproblem)
Auf einen Blick sieht der Betriebsleiter, welche Standorte Aufmerksamkeit erfordern. Ein Klick auf einen Standort öffnet die Detailansicht.
Detailansicht nach Standort
Von der Standortansicht aus greift der Bediener auf Folgendes zu:
Echtzeitvariablen:
- Alle überwachten Variablen mit ihrem aktuellen Wert
- Statusanzeige (normal / Voralarm / Alarm)
- Zeitstempel der zuletzt empfangenen Messung
- Schaltfläche zum Quittieren des Alarms
Historische Diagramme:
- Verlaufskurve jeder Variablen über 1 Stunde, 6 Stunden, 24 Stunden, 7 Tage, 30 Tage oder einen benutzerdefinierten Zeitraum
- Überlagerung mehrerer Variablen in einem Diagramm (z. B.: Planenstand + Pumpenzustand)
- Zoomen und Verschieben innerhalb des Verlaufs
Ereignisprotokoll:
- Chronologische Übersicht über alle Ereignisse auf der Website: Alarme, Wiederherstellungen, Statusänderungen, Benutzeranmeldungen
- Als CSV-Datei für Störungsberichte exportierbar
VPN-Zugang:
- Schaltfläche für die VPN-Verbindung zum lokalen Netzwerk des Standorts (mit MFA)
- Verbindung zu TIA Portal, EcoStruxure oder einem Engineering-Tool über diesen Tunnel
Vergleichendes Dashboard für mehrere Standorte
Für Betreiber, die ähnliche Standorte verwalten (Netzwerk von Pumpstationen, Netzwerk von Umspannwerken), bietet die Vergleichstabelle die Möglichkeit, die KPIs aller Standorte auf einer einzigen Seite einzusehen:
Standort | Füllstand der Plane | Pumpe 1 | Pumpe 2 | Durchfluss | Letzter Vorfall
──────────────|──────────────|─────────|─────────|─────────|─────────────────
SP-01 Mornas | 78 % ✓ | In Betrieb | Ausgeschaltet | 45 m³/h | vor 3 Tagen
SP-02 Bollène | 45 % ✓ | Eingestellt | Eingestellt | 0 | Heute 08:23 Uhr ⚠
SP-03 Orange | 92 % ⚠ | In Betrieb | In Betrieb | 89 m³/h | vor 12 Tagen
...
Dieses Format ermöglicht es, Anomalien sofort zu erkennen (SP-02: Pumpen stehen seit heute Morgen still, ohne Durchfluss; SP-03: sehr hoher Füllstand).
Konfiguration der Benachrichtigungen
Philosophie: Schrittweise Anpassung zur Vermeidung von Alarmmüdigkeit
Ein falsch konfiguriertes Warnsystem erzeugt zu viele Warnmeldungen, die dann von den Teams ignoriert werden. Die empfohlene Konfiguration folgt einer dreistufigen Hierarchie:
Stufe 1 – Informationen (E-Mail an das Fahrerteam, Arbeitszeit):
Vorwarnung: Füllstand der Plane > 80 %
Pumpe 2 (Reservepumpe) wird gestartet, obwohl Pumpe 1 verfügbar ist
Motorstrom > 105 % des Referenzwerts
Stufe 2 – Alarm (SMS + E-Mail, rund um die Uhr):
Alarm bei Folienfüllstand > 90 %
Thermischer Defekt einer Pumpe
Die Pumpen wurden seit > 4 Stunden nicht eingeschaltet (Füllstand > 40 %)
Ungewöhnliche Temperatur am Frequenzumrichter
Stufe 3 – Notfall (SMS-Pikett + Webhook + Eskalation):
Alarm bei sehr hohem Füllstand der Plane > 95 % → Überlaufgefahr
Zwei gleichzeitige Störungen (Station außer Betrieb)
Ausfall der Stromversorgung
Verlust der Gateway-Verbindung > 15 Minuten
Courant moteur < 30% nominal (fonctionnement à sec)
Meldekanäle
| Kanal | Anwendungsfall | Verzögerung |
|---|---|---|
| SMS | Dringende Warnmeldungen, Bereitschaftsdienst | < 30 Sekunden |
| Vorwarnungen, Berichte | < 1 Minute | |
| Webhook | ITSM-Integration, automatisches Ticket | < 30 Sekunden |
| Push-Benachrichtigung (App) | Alle Warnmeldungen für mobile Teams | < 30 Sekunden |
| Telefonanruf | Unbestätigter kritischer Notfall | Bei Eskalation |
Die Benachrichtigungen können mit Zeitfenstern konfiguriert werden: Ein nicht kritischer Fehler löst während der Geschäftszeiten eine E-Mail und außerhalb der Geschäftszeiten eine SMS an den Bereitschaftsdienst aus.
Integration in bestehende Systeme
Bestehendes SCADA-System
Für Betreiber, die an bestimmten Standorten bereits über ein SCADA-System (Wonderware, Ignition, WinCC, PCVUE) verfügen, kann Eziwan parallel dazu eingesetzt werden und dieses ergänzen:
Ergänzender Modus: Eziwan überwacht Standorte ohne lokales SCADA-System (oder mit heterogenen SCADA-Systemen), während das bestehende SCADA-System die entsprechend ausgestatteten Standorte überwacht. Das Eziwan-Dashboard bietet einen einheitlichen Überblick über den gesamten Bestand.
Integrationsmodus: Über die REST-API von Eziwan können Daten an ein zentrales SCADA-System oder eine Business-Intelligence-Plattform weitergeleitet werden. Das SCADA-System empfängt die Daten von Eziwan über die API und führt sie mit seinen lokalen Daten zusammen.
# SCADA-Integration über die Eziwan-REST-API
import requests
# Die neuesten Werte eines Standorts abrufen
response = requests.get(
"https://api.eziwan.com/v1/sites/SP-42/variables",
headers={"Authorization": "Bearer <api_key>"},
params={"limit": 1} # Letzter Wert jeder Variablen
)
variables = response.json()["data"]
# Aktive Alarme im gesamten Bestand abrufen
alarms = requests.get(
"https://api.eziwan.com/v1/organization/alarms/active",
headers={"Authorization": "Bearer <api_key>"}
).json()
Ticket-Management-Systeme (ITSM)
Mit den Eziwan-Webhooks können Sie Benachrichtigungen in Ihre Ticket-Management-Systeme integrieren:
- ServiceNow: Automatische Erstellung eines Vorfalls bei einem kritischen Alarm
- JIRA Service Management: Ticket für vorbeugende Wartung bei Stromabweichung
- GLPI / iTop: Eröffnung eines Serviceantrags
- Jedes System, das JSON-Webhooks unterstützt
Berichte und Exporte
Automatische Berichte:
- Tagesbericht: Übersicht über Alarme, Fördermengen und Betriebszeiten pro Standort
- Monatsbericht: Verfügbarkeitsbilanz, Zählerstände, Verbrauch und Störfälle pro Standort
- Jahresbericht: Daten für RPQS (Wasser/Abwasser) oder Betreiberbericht
Manuelle Exporte:
- CSV-Export für einen benutzerdefinierten Zeitbereich, variabel nach Variablen oder Variablengruppen
- PDF-Export für Störungsberichte
- JSON-Export über API zur Integration in BI-Lösungen (Power BI, Grafana, Tableau)
Einhaltung gesetzlicher Vorschriften
Trinkwasser und Abwasserentsorgung (DSP)
Betreiber im Rahmen einer öffentlichen Dienstleistungskonzession unterliegen bestimmten Berichtspflichten:
RPQS (Bericht über Preis und Servicequalität):
- Leistungsindikatoren: Konformitätsrate, Netzauslastung, Ausfallrate, ILC (Linearer Verbrauchsindex)
- Eziwan liefert die Rohdaten (geförderte Mengen, Ausfallzeiten) zur Berechnung dieser Indikatoren
SDAGE und Präfekturverordnungen:
- Bestimmte Bauwerke unterliegen einer verstärkten Überwachung mit automatischer Übermittlung an die staatlichen Behörden
- Der automatische Export der Eziwan-Daten kann zur Versorgung dieser Übermittlungen dienen
Datenaufbewahrung:
- Mindestaufbewahrungspflicht von 5 Jahren für Trinkwasser
- Konfigurierbare Aufbewahrungsdauer von bis zu 10 Jahren, je nach Eziwan-Abonnement
Sonstige Vorschriften
NIS2 (Betreiber kritischer Infrastrukturen): Für Betreiber, die als OSE eingestuft sind (Wasser, Energie), schreibt NIS2 Sicherheitsmaßnahmen für Überwachungssysteme vor. Die Eziwan-Architektur (ausgehendes VPN, MFA, Audit-Protokolle) erfüllt diese Anforderungen.
ISO 50001 (Energiemanagement): Für zertifizierte Betreiber oder solche, die sich im Zertifizierungsprozess befinden, können die über Eziwan erfassten Energieverbrauchsdaten in das Energiemanagementsystem einfließen.
Erste Schritte: Von Null bis zum betreuten Park
Schritt 1 – Bestandsaufnahme und Prioritäten
Vor der Einführung sollte eine Bestandsaufnahme der Standorte durchgeführt werden:
| Informationen | Warum das wichtig ist |
|---|---|
| Art des Automaten an jedem Standort | Bestimmt das Erfassungsprotokoll |
| 4G-Abdeckung (3 Netzbetreiber) | Auswahl der Haupt-SIM-Karte |
| Zu überwachende kritische Variablen | Konfiguration priorisieren |
| Wartungsbeschränkungen | Verfügbare Installationsfenster |
Schritt 2 – Pilotprojekt an 5 Standorten
Beginnen Sie mit 5 Standorten, die die Vielfalt des Anlagenparks repräsentieren (verschiedene SPS-Typen, verschiedene geografische Gebiete). Überprüfen Sie:
- die Modbus-Datenerfassung bei jedem SPS-Typ
- die Qualität des 4G-Signals
- Die Warnmeldungen und deren Relevanz
- Die Benutzerfreundlichkeit des Dashboards für die Betriebsteams
Schritt 3 – Massenbereitstellung
Sobald das Pilotprojekt validiert ist, soll die Einführung in Wellen von jeweils 10 bis 20 Standorten pro Woche erfolgen. Das ZTP ermöglicht es, die Installationen durch die lokalen Wartungstechniker parallel durchzuführen.
Schritt 4 – Schulung und Einführung
Schulung für die Führungsteams (2 Std.): Navigation im Dashboard, Umgang mit Warnmeldungen, Datenexport. Schulung für die Betriebsleiter (1 Std.): Berichte, Kontenverwaltung, Konfiguration von Warnmeldungen.
FAQ zum Betrieb
F: Wie kann man von unterwegs (über das Smartphone) auf das Überwachungssystem zugreifen? Die Eziwan-App (iOS und Android) bietet Zugriff auf dasselbe Dashboard wie die Webversion. Push-Benachrichtigungen sind verfügbar, und über die Kartenansicht lassen sich Standorte in der Nähe anzeigen, wenn der Techniker unterwegs ist.
F: Gibt es innerhalb der Organisation mehrere Zugriffsebenen? Ja. Der Administrator kann Profile mit unterschiedlichen Berechtigungen erstellen: Anlagenbediener (nur Lesezugriff, Alarmquittierung), Techniker (+ VPN-Zugriff, Änderung von Schwellenwerten), Verantwortlicher (+ Administration), Geschäftsleitung (nur Lesezugriff, Berichte).
F: Wie hoch ist die Verfügbarkeit des Eziwan-Cloud-Dienstes? Die im Eziwan-SLA festgelegte monatliche Verfügbarkeit beträgt 99,5 %. Die Infrastruktur wird in europäischen Rechenzentren (Frankreich und Deutschland) mit geografischer Redundanz gehostet.
F: Was passiert, wenn die Internetverbindung in der Zentrale unterbrochen ist? Die Gateways an den Standorten erfassen die Daten weiterhin lokal. Die Echtzeitüberwachung von der Zentrale aus ist während des Ausfalls nicht mehr verfügbar, die Daten gehen jedoch nicht verloren. SMS-Benachrichtigungen funktionieren weiterhin (sie werden direkt über das 4G-Netz des Gateways versendet, ohne die Zentrale über das Internet zu durchlaufen).
Sie betreiben mehrere Standorte und wünschen sich eine Demonstration für Ihren konkreten Anwendungsfall?
Vorstellung der Lösung für Ihre Standorttypen (Wasser, Energie, Industrie) mit den für Ihre Organisation relevanten Funktionen.
Häufig gestellte Fragen
Bis zu wie vielen Standorten bleibt die Lösung überschaubar?
Die Plattform ist für Parks mit 10 bis 500 Standorten ausgelegt: Gruppen, Kartenansichten, zusammengefasste Benachrichtigungen und automatische Berichte gewährleisten einen Betrieb mit konstantem Personalbestand.
Können wir unser bestehendes SCADA-System beibehalten?
Ja: Eziwan erfasst parallel Daten (Modbus-Lesezugriff) oder versorgt das SCADA-System über den Site-to-Site-VPN-Tunnel mit Daten. Die Cloud-Überwachung ergänzt das SCADA-System, ohne es zu ersetzen.
Wie werden Bereitschaftsdienste geregelt?
Die Benachrichtigungen werden nach Bereitschaftsplan und Standortbereich weitergeleitet: Jedes Team erhält nur die Ereignisse seiner Standorte – per E-Mail, SMS oder Webhook an Ihr Einsatzmanagement-Tool.
Wie hoch sind die Kosten pro Standort?
Ein monatliches Abonnement pro Standort umfasst Hardware, M2M-SIM-Karte, Plattform und Support. Anhand der Preisdetails und der ROI-Berechnung können Sie den Business Case für Ihren Gerätebestand erstellen.
Weiterführende Ressourcen
- Lösung für die Produktion an mehreren Standorten – das spezielle Angebot
- Überwachung von Remote-Standorten – die Lösungsseite
- Leitfaden: Überwachung mehrerer Standorte – Schritt-für-Schritt-Anleitung
- Überwachung von Industrieanlagen – Maschinen und Anlagen
- Preise – das All-inclusive-Abonnement pro Standort