BACnet, Modbus, KNX, LonWorks, M-Bus, Energiezähler, HLK, Beleuchtung, Ladestationen, Luftqualitätssensoren: Ein intelligentes Gebäude verfügt über reichlich Daten, doch oft fehlt eine Architektur, um diese miteinander zu verknüpfen. Eziwan bündelt die Protokolle der Gebäudeleittechnik (GLT), der Gebäudeautomation (GTL) und des Gebäude-IoT in einer übersichtlichen, auswertbaren und mit den Energiezielen des Dienstleistungssektors kompatiblen standortübergreifenden Überwachungslösung.
Warum intelligente Gebäude nach wie vor schwer zu steuern sind
Moderne Dienstleistungsgebäude sind mit zahlreichen technischen Systemen ausgestattet: Heizung, Lüftung, Klimatisierung, Beleuchtung, Verbrauchsmessung, Zugangskontrolle, Aufzüge, Ladestationen, Photovoltaikanlagen, Kühlaggregate, Heizkessel, Pumpen, Lüftungszentralen, Raumfühler und Sensoren zur Messung der Raumluftqualität.
Auf dem Papier ist alles automatisiert. In der Praxis verfügt jedoch oft jede technische Anlage über ein eigenes Protokoll, einen eigenen Systemintegrator, eine eigene Schnittstelle und eine eigene Wartungshistorie. Der Betreiber hat daher nur einen fragmentierten Überblick über das Gebäude.
Die häufigsten Schwierigkeiten sind konkreter Natur:
- mehrere Software-Schnittstellen zur Steuerung von HLK, Beleuchtung, Energie, Zugangskontrolle und Instandhaltung;
- Fehlen einer standortübergreifenden Übersicht zum Vergleich der Leistung eines Gebäudebestands;
- keine Möglichkeit, Belegung, Temperatur, CO₂, Beleuchtung und Energieverbrauch miteinander zu verknüpfen;
- unsichtbare Mehrverbräuche: Heizung am Wochenende, Klimatisierung leerstehender Bereiche, nächtliche Beleuchtung;
- verstreute Messdaten für Strom, Gas, Wasser, Wärme und Unterzähler der Mieter;
- veraltete Anlagen mit BACnet MS/TP, Modbus RTU oder LonWorks, die sich nur schwer in die Cloud integrieren lassen;
- zu spät eingeleitete Wartungsmaßnahmen aufgrund fehlender konsolidierter Warnmeldungen;
- Schwierigkeiten bei der Dokumentation von Energieeffizienzmaßnahmen für ISO 50001, das Dekret für den Dienstleistungssektor oder das BACS-Dekret;
- separat gesteuerte Ladestationen für Elektrofahrzeuge ohne Lastabwurf in Abstimmung mit dem Gebäude;
- die Überwachung der Raumluftqualität getrennt von der Lüftung.
Bei der IoT-Konnektivität für intelligente Gebäude geht es also nicht nur darum, Sensoren hinzuzufügen. Es geht darum, bestehende Systeme miteinander zu vernetzen, Daten zu standardisieren und umsetzbare Entscheidungen zu liefern.
Zielarchitektur für eine standortübergreifende Gebäudeleittechnik
Dank einer robusten Architektur wird in jedem Gebäude ein Eziwan-Gateway im Technikschrank installiert. Es erfasst die lokalen Daten über BACnet, Modbus, KNX, M-Bus oder spezielle Gateways und leitet sie anschließend an eine zentrale Plattform weiter. Den Betreibern steht somit ein gemeinsames Dashboard zur Verfügung, über das sie Energieverbrauch, Komfort, Alarme und Wartungsarbeiten überwachen können.
Durch diese Struktur muss nicht die gesamte bestehende Gebäudeleittechnik ausgetauscht werden. Sie schafft eine Interoperabilitätsschicht über den bereits installierten Systemen, was in einem heterogenen Gewerbebau-Bestand oft realistischer ist.
GTB, GTC, GTL und IoT im Gebäudebereich: Klärung der Rollen
Die Begriffe werden manchmal synonym verwendet, obwohl sie nicht genau denselben Geltungsbereich abdecken.
| Begriff | Hauptfunktion | Beispiele für Anlagen |
|---|---|---|
| GTB | Technisches Gebäudemanagement | HLK, Verbrauchsmessung, technische Alarme, Sollwerte |
| GTC | Zentralisierte Gebäudeleittechnik | Überwachung eines bestimmten technischen Bereichs |
| GTL | Verwaltung technischer Gewerke | Beleuchtung, Zugangskontrolle, Teilsysteme nach Gewerken |
| Gebäude-IoT | Sensoren und vernetzte Objekte | Raumluftqualität, Belegung, Temperatur, Unterzähler |
| Energiemanagementsystem | Indikatoren, Aktionspläne, Berichterstattung nach ISO 50001 |
Der Vorteil einer Konnektivitätsplattform wie Eziwan besteht darin, diese Ebenen miteinander zu verbinden, ohne dabei einen bestimmten Hersteller vorzuschreiben. Sie sammelt, übersetzt, speichert und stellt die Daten für die Teams in den Bereichen Energie, Instandhaltung, Betrieb und Immobilienmanagement bereit.
Unterstützte Gebäudeprotokolle
Ein intelligentes Gebäude ist selten einheitlich aufgebaut. Das Gateway muss daher sowohl Feldprotokolle als auch Anwendungsprotokolle verarbeiten.
| Protokoll | Häufige Verwendung | Zu beachtende Punkte |
|---|---|---|
| BACnet/IP | Moderne Gebäudeleittechnik, HLK, Gebäudesteuerungen | Objekte und Eigenschaften eindeutig benennen |
| BACnet MS/TP | HLK-Steuerungen über seriellen Bus | Datenrate, Busabschluss, Adressierung |
| Modbus TCP | Zähler, Steuerungen, Energie | Register müssen genau dokumentiert werden |
| Modbus RTU | Ältere RS-485-Geräte | Qualität der Verkabelung und Adressierungsplan |
| KNX IP | Beleuchtung, Jalousien, Raumklima | Gruppenadressen müssen zugeordnet werden |
| M-Bus | Wasser, Gas, Wärme, Unterzähler | Ablesehäufigkeit und Qualität der Zählerstände |
| LonWorks | Ältere Anlagen | Oft ist ein spezielles Gateway erforderlich |
| OCPP | EV-Ladestationen | Leistungssteuerung und Weiterverrechnung |
Tipp: Eine gute Vorgehensweise Erstellen Sie vor der Anbindung eines Gebäudes eine Übersicht über die relevanten Punkte: Name, Protokoll, Einheit, Erfassungshäufigkeit, Kritikalität, geschäftliche Nutzung und Verantwortlicher. Daten ohne Kontext werden schnell unbrauchbar.
Daten standardisieren, um sie nutzbar zu machen
Die Schwierigkeit besteht nicht nur darin, ein Modbus-Register oder ein BACnet-Objekt auszulesen. Es gilt, technische Datenpunkte in verständliche Geschäftsdaten umzuwandeln.
Nützliche Beispiele für die Normalisierung:
- Einheiten umrechnen: Wh, kWh, m³, Grad Celsius, ppm, Prozent;
- zwischen Messwert, Sollwert, Status, Fehler und Befehl unterscheiden;
- jeden Punkt einem Gebäude, einer Etage, einem Bereich, einer Nutzungsart oder einem Mieter zuordnen;
- die Werte einheitlich mit einem Zeitstempel versehen;
- Ausreißer oder statische Werte erkennen;
- die Regeln zur Berechnung der Kennzahlen dokumentieren;
- den Verlauf speichern, um den Zustand vor und nach einer Maßnahme zu vergleichen.
Ohne diesen Schritt besteht die Gefahr, dass in einem standortübergreifenden Dashboard Daten verglichen werden, die nicht dasselbe messen.
Multi-Site-Dashboard: Einen gesamten Bestand verwalten, nicht nur ein einzelnes Gebäude
Ein Betreiber, der zehn, fünfzig oder mehrere hundert Gebäude verwaltet, muss nicht für jeden Standort ein eigenes Gebäudemanagementsystem einrichten. Er benötigt eine konsolidierte Übersicht.
Zu den vorrangigen Indikatoren zählen in der Regel:
- Gesamtstromverbrauch;
- Stromverbrauch für HLK;
- Stromverbrauch für Beleuchtung;
- Stromverbrauch pro Quadratmeter;
- Abweichung gegenüber einer Basislinie;
- Durchschnittstemperatur pro Zone;
- CO₂-Konzentration;
- aktive technische Störungen;
- Zustand kritischer Anlagen;
- Verfügbarkeit der Verbindung;
- Standorte mit Anomalien;
- Energieeffizienzklasse des Anlagenparks.
Eine effiziente standortübergreifende Überwachung hilft dabei, einfache, aber entscheidende Fragen zu beantworten: Welches Gebäude weicht von den Vorgaben ab? Welcher Bereich verbraucht Energie, obwohl er nicht genutzt wird? Welche Anlage fällt zu oft aus? Welche Maßnahme führt tatsächlich zu Einsparungen?
Energie: Unsichtbare Überverbräuche aufspüren
Energieeinsparungen lassen sich nicht nur durch umfangreiche Baumaßnahmen erzielen. Ein wesentlicher Teil hängt von der Einstellung, der Planung und der Erkennung von Abweichungen ab.
Typische Fälle von erkennbarem übermäßigem Verbrauch:
- Heizung und Klimaanlage laufen gleichzeitig;
- zu frühes Einschalten der HLK-Anlage am Morgen;
- Beibehaltung der Sollwerte am Wochenende;
- Beleuchtung bleibt bei Nichtnutzung eingeschaltet;
- zu starke Belüftung in einem leeren Bereich;
- Fehler im Lüftungsgerät ohne sichtbaren Alarm;
- Abweichung des Unterzählers;
- Ladestation, die eine Leistungsspitze auslöst;
- lokal geänderte und anschließend vergessene Solltemperatur.
Die Energieeinsparungen variieren stark je nach Ausgangszustand des Gebäudes, der Qualität der vorhandenen Gebäudeleittechnik sowie der Belegung und Nutzung. Die Einsparungsspannen müssen daher durch Messungen validiert werden, wobei eine zuverlässige Basislinie und eine stabile Überwachungsmethode erforderlich sind.
Tertiärdekret, BACS und ISO 52120-1
Die IoT-Vernetzung von Gebäuden unterstützt zwar direkt die Maßnahmen im Bereich der Vorschriften und der Energieeffizienz, ersetzt jedoch nicht die für jeden Gebäudebestand spezifische Analyse der gesetzlichen Anforderungen.
Die Verordnung für den Dienstleistungssektor gilt für Gebäude, Gebäudeteile oder Gebäudekomplexe im Dienstleistungsbereich, deren Fläche mindestens 1.000 m² beträgt. Sie schreibt einen Plan zur Senkung des Energieverbrauchs vor, der jährlich über OPERAT gemeldet werden muss.
Das BACS-Dekret zielt auf die Installation von Gebäudeautomations- und -steuerungssystemen in Dienstleistungsgebäuden ab, die mit Heizungs- oder Klimaanlagen ausgestattet sind, deren Leistung bestimmte, gesetzlich festgelegte Schwellenwerte überschreitet.
Die Norm EN ISO 52120-1, die schrittweise die bisherige Norm EN 15232-1 ersetzt, bietet einen Rahmen für die Bewertung des Beitrags von Automatisierung, Regelung und Gebäudetechnik zur Energieeffizienz.
| Rahmen | Ziel | Nützliche Daten |
|---|---|---|
| Verordnung für den Dienstleistungssektor | Verbrauchsüberwachung und -reduzierung | Jahresverbrauchswerte, Flächen, Nutzungsarten, Basiswerte |
| BACS-Verordnung | Automatisierung und Steuerung technischer Systeme | Gebäudeleittechnik, Sollwerte, Zeitpläne, Störungen, Überwachung |
| ISO 50001 | Langfristiges Energiemanagement | IPE, Aktionspläne, Maßnahmen und Überprüfungen |
| EN ISO 52120-1 | Bewertung der Auswirkungen der Automatisierung | GLT-Funktionen, Regelung, Leistungsklassen |
Wissenswertes Die Einhaltung der Vorschriften beschränkt sich nicht nur auf die Installation einer Gebäudeleittechnik. Es müssen auch zuverlässige, historisierte, vergleichbare und verwertbare Daten erhoben werden, um Maßnahmen langfristig steuern zu können.
Raumluftqualität und Komfort
Die Energieeffizienz darf weder den Komfort noch die Raumluftqualität beeinträchtigen. Mit den QAI-Sensoren lässt sich die Lüftung entsprechend der tatsächlichen Belegung und nicht nach einem festen Zeitplan steuern.
Nützliche Daten für die Innenraumluftqualität (QAI):
- CO₂;
- flüchtige organische Verbindungen;
- Temperatur;
- relative Luftfeuchtigkeit;
- Feinstaub, sofern dies den Umständen entsprechend erforderlich ist;
- tatsächliche oder geschätzte Belegung;
- Lüftungsvolumenstrom;
- Zustand der Filter;
- Störungen an der Lüftungsanlage.
Der Vorteil der Integration besteht darin, Messwerte mit Maßnahmen zu verknüpfen. Ein hoher CO₂-Gehalt in einem Besprechungsraum muss einen Alarm auslösen, den Lüftungsdurchsatz erhöhen oder einen Defekt an der Lüftungsanlage melden können. Umgekehrt kann in einem leeren Bereich der Lüftungsdurchsatz gemäß den für das Gebäude geltenden Vorschriften reduziert werden.
Steuerung von Ladestationen mit OCPP
Ladestationen für Elektrofahrzeuge stellen eine erhebliche zusätzliche Belastung für das Gebäude dar. Ohne entsprechende Koordination können sie kostspielige Leistungsspitzen verursachen oder mit dem technischen Bedarf des Standorts konkurrieren.
Die OCPP-Integration ermöglicht es, den Ladevorgang entsprechend folgenden Kriterien zu steuern:
- der verfügbaren Leistung;
- der Tarifzeiten;
- des gewünschten Ladezustands;
- der Priorität der Fahrzeuge;
- des Eigenverbrauchs aus der Photovoltaikanlage;
- der Lastabwurfvorgaben;
- der Anforderungen an die Abrechnung nach Nutzer oder Dienst.
Das Gebäude ist dann in der Lage, zwischen Komfort, Energieverbrauch, Aufladen und Tarifbeschränkungen abzuwägen.
Nützliche Automatisierungsszenarien
Die Szenarien müssen einfach, überprüfbar und rückgängig machbar sein. Das Ziel besteht nicht darin, das Gebäude unvorhersehbar zu machen, sondern sich wiederholende Entscheidungen zu automatisieren.
Beispiele für relevante Szenarien:
- Umschaltung der HLK-Anlage in den Standby-Modus bei Nichtbelegung;
- Ausschalten der Beleuchtung nach Schließung;
- schrittweises Hochfahren am Morgen;
- vorübergehende Lastabsenkung während einer Spitzenlast;
- Absenkung der Sollwerte in wenig frequentierten Bereichen;
- verstärkte Belüftung bei hohem CO₂-Gehalt;
- Warnmeldung, wenn Heizung und Klimaanlage gleichzeitig in Betrieb sind;
- automatische CMMS-Meldung bei wiederkehrenden Störungen;
- Vergleich des Verbrauchs zwischen ähnlichen Gebäuden;
- dynamische Begrenzung der Ladestationen für Elektrofahrzeuge.
Hinweis: Zu beachtender Punkt Ein Szenario muss stets seine Ausstiegsbedingungen vorsehen: Rückkehr zum Normalbetrieb, Zeitverzögerung, manuelle Steuerung, Warnung im Falle eines Fehlschlags und Protokollierung der Entscheidung.
Instandhaltung: Vom reaktiven Handeln zur datengestützten Steuerung
Die Gebäudeinstandhaltung ist häufig nach Bereichen aufgeteilt: HLK, Elektrik, Sicherheit, Sanitär, Gebäudeleittechnik, Ladestationen für Elektrofahrzeuge. Eine einheitliche Überwachung ermöglicht es, die Maßnahmen entsprechend ihrer tatsächlichen Auswirkungen zu priorisieren.
Die für die Wartung relevanten Signale sind:
- Gerätefehler;
- Temperatur- oder Druckabweichung;
- ungewöhnlicher Verbrauch;
- zu häufiges Ein- und Ausschalten;
- blockiertes Ventil;
- verstopfter Filter;
- festgefrorener Zähler;
- unterbrochene Kommunikation;
- wiederkehrender Alarm;
- Abweichung zwischen Sollwert und Messwert.
Durch die Anbindung an ein Instandhaltungsmanagementsystem (CMMS) lassen sich bestimmte Ereignisse automatisch in Tickets umwandeln, wobei das Gebäude, die Anlage, der Alarm, der aktuelle Verlauf und der Schweregrad berücksichtigt werden. So vermeiden die Teams Diagnosen „im Blindflug“.
Integration von CMMS, EMS, ERP und Energieplattformen
Eziwan kann bereits vorhandene Tools mit Daten versorgen, anstatt ein zusätzliches Silo zu schaffen. Die erfassten Daten können an ein Energiemanagementsystem, ein CMMS, ein ERP-System oder eine Analyseplattform weitergeleitet werden.
| Ziel | Gesendete Daten | Verwendung |
|---|---|---|
| Energiemanagementsystem (SGE) | Verbrauchsdaten, IPE, Baselines | Energiesteuerung und ISO 50001 |
| Instandhaltungsmanagementsystem (GMAO) | Störungen, Alarme, Anlagen | Tickets und Wartungsverfolgung |
| ERP | Kosten, Weiterverrechnung, Standorte | Finanzkonsolidierung |
| Datenplattform | Zeitreihen, Ereignisse | Erweiterte Analyse und Berichterstellung |
| Eziwan-Dashboard | KPIs, Warnmeldungen, Karten | Täglicher Betrieb |
Die Exporte können je nach Kundenumgebung in Form von APIs, geplanten Dateien, Webhooks oder Konnektoren erfolgen.
Sicherheit der Gebäudevernetzung
Die Gebäudetechnik wird zu einem kritischen Zugangspunkt, sobald sie vernetzt ist. Eine Smart-Building-Architektur muss daher von Anfang an Cybersicherheit berücksichtigen.
Empfohlene bewährte Praktiken:
- ausgehender VPN-Tunnel vom Gateway;
- keine direkte Exposition der GTB-Steuerungen im Internet;
- Segmentierung zwischen Büronetzwerk, GTB, Sicherheitsnetzwerk und VE-Terminals;
- starke Authentifizierung für Administratorzugriffe;
- Protokollierung der Verbindungen;
- Filterung nach Protokoll und Adresse;
- kontrollierte Updates;
- Sicherung der Konfigurationen;
- Widerruf von Dienstleisterzugängen;
- Überwachung des Verbindungsstatus.
Für Unternehmen mit mehreren Standorten ist die Einheitlichkeit der Richtlinien ebenso wichtig wie die Sicherheit vor Ort. Eine einheitlich umgesetzte Richtlinie reduziert Fehler und erleichtert die Prüfung.
Beispiel für eine Punktkartierung
Hier ist ein vereinfachtes Beispiel für eine nützliche Zuordnung vor der Integration.
| Punkt | Protokoll | Einheit | Häufigkeit | Verwendung |
|---|---|---|---|---|
| Temperatur im Besprechungsraum | BACnet | Grad Celsius | 5 min | Komfort und Raumluftqualität |
| CO₂ im Besprechungsraum | Modbus RTU | ppm | 1 Min. | bedarfsgesteuerte Lüftung |
| Hauptzähler | M-Bus | kWh | 15 Min. | Verordnung für den Dienstleistungssektor |
| Beleuchtung im Studio | KNX | Status | Ereignis | Ausschalten bei Nichtbelegung |
| Fehler an der Lüftungsanlage | BACnet | Boolesch | Ereignis | CMMS-Ticket |
| Leistung der EV-Ladestation | OCPP | kW | 1 min | dynamische Lastabsenkung |
Durch diese Eingrenzung wird vermieden, dass zu viele unnötige Daten erfasst werden und die wirklich entscheidenden Punkte übersehen werden.
Typische Bereitstellung mit Eziwan
Ein Projekt zur IoT-Anbindung von Gebäuden verläuft in der Regel in mehreren Schritten.
1. Technische Bestandsaufnahme
Erfassen Sie die vorhandenen Systeme: Gebäudeleittechnik (GLT), HLK-Steuerungen, Zähler, Beleuchtung, Raumluftqualität (RAQ), Ladestationen für Elektrofahrzeuge, Instandhaltungsmanagementsystem (CMMS), Umweltmanagementsystem (EMS), Brandschutzmanagement (ERP) sowie bestehende Schnittstellen.
2. Übersicht über die Protokolle
Ermitteln Sie BACnet/IP, BACnet MS/TP, Modbus TCP, Modbus RTU, KNX IP, M-Bus, LonWorks, OCPP und gegebenenfalls erforderliche Gateways.
3. Auswahl der relevanten Punkte
Wählen Sie die Punkte aus, die für den Betrieb tatsächlich von Bedeutung sind: Energie, Komfort, Alarme, Störungen, Belegung, Wartung und Konformität.
4. Installation des Gateways
Das Eziwan-Gateway wird im Schaltschrank oder in der Nähe des Gebäudeleitsystems installiert. Es erfasst die Daten vor Ort und überträgt sie über eine gesicherte Verbindung.
5. Standardisierung und Dashboards
Die Punkte werden benannt, konvertiert und nach Gebäude, Bereich, Nutzung und Kritikalität klassifiziert. Die standortübergreifenden Dashboards lassen sich nun miteinander vergleichen.
6. Warnmeldungen und Szenarien
Die Schwellenwerte, Ausnahmeregeln, Zeitpläne, Lastabwürfe und CMMS-Tickets werden schrittweise konfiguriert.
7. Überprüfung vor Ort
Jede wichtige Messung muss überprüft werden: Einheit, Richtung, Häufigkeit, Übereinstimmung mit dem Zähler oder dem tatsächlichen Gerät.
Anwendungsfälle nach Gebäudetyp
| Gebäude | Hauptanforderung | Nutzen der Überwachung |
|---|---|---|
| Büros | Komfort, Energie, Belegung | Reduzierung von Abweichungen bei Nichtbelegung |
| Einzelhandel | HLK, Beleuchtung, Zeitpläne | einheitliche Steuerung über mehrere Standorte hinweg |
| Gesundheitseinrichtung | Kontinuität, Alarme, Raumluftqualität | Transparenz bei kritischen Anlagen |
| Campus | Gebäudekomplex | Vergleich und Priorisierung von Maßnahmen |
| Logistik | Energie, Laderampen, E-Fahrzeug-Ladeplätze | Lastabwurf und gezielte Wartung |
| Kommunalverwaltung | vorgeschriebene Berichterstattung | Konsolidierung der Verbrauchsdaten |
| Hotel | Komfort und Energiekosten | Steuerung nach Bereichen und Belegung |
Es geht immer um dasselbe: die technischen Daten mit dem betrieblichen Kontext zu verknüpfen.
Häufige Fallstricke
Verschiedene Fehler bremsen Smart-Building-Projekte aus.
- alle Punkte ohne Strategie erfassen;
- Einheiten und Umrechnungsfaktoren außer Acht lassen;
- Gebäude vergleichen, ohne die Nutzungsarten zu korrigieren;
- serielle Protokolle wie Modbus RTU oder BACnet MS/TP vernachlässigen;
- ein ansprechendes Dashboard erstellen, das für den Betrieb jedoch unbrauchbar ist;
- automatisieren, ohne einen manuellen Modus vorzusehen;
- die Gebäudeleittechnik ohne Netzwerksegmentierung anschließen;
- die Anforderungen der Instandhaltung ignorieren;
- die Alarme nicht unter realen Bedingungen testen;
- die Dokumentation der Messpunkte und Szenarien vergessen.
Eine effektive Überwachung muss für die Teams vor Ort verständlich bleiben. Wenn nur die Systemintegratoren sie erklären können, wird sie anfällig.
Wie sich Eziwan in Ihr Smart Building einfügt
Eziwan fungiert als Verbindungs- und Überwachungsschicht zwischen den technischen Anlagen des Gebäudes und den Fachanwendungen. Das Eziwan-Gateway erfasst die Felddaten, die Cloud-Plattform zentralisiert die Dashboards und Warnmeldungen, und die Konnektivitätslösungen sichern den Datenaustausch zwischen mehreren Standorten.
Dieser Ansatz eignet sich besonders für heterogene Anlagen, in denen mehrere Generationen von Gebäudeleitsystemen, Zählern, Sensoren und Steuerungen nebeneinander bestehen. Er ermöglicht es, den Betrieb zu modernisieren, ohne alle vorhandenen Geräte sofort austauschen zu müssen.
Fazit
Die IoT-Konnektivität für intelligente Gebäude ist nicht nur ein einfaches Sensorprojekt. Es handelt sich um eine Architektur, die die Interoperabilität zwischen Gebäudeleittechnik (GLT), Gebäudesteuerung (GST), Verbrauchsmessung, Raumluftqualität (RAQ), Elektro-Ladestationen, Instandhaltung und Energieeffizienz gewährleistet.
Durch die Zentralisierung von BACnet, Modbus, KNX, M-Bus, LonWorks und OCPP in einem standortübergreifenden Überwachungssystem unterstützt Eziwan Betreiber dabei, Abweichungen zu erkennen, Szenarien zu steuern, Wartungsmaßnahmen zu priorisieren und zuverlässige Daten für ihre Energiemanagementmaßnahmen zu generieren. Das Gebäude wird auf der Ebene eines gesamten Immobilienbestands übersichtlicher, besser steuerbar und einheitlicher.
Weiterführende Informationen
- Gebäudeleittechnik-Fernüberwachung – Steuern Sie Ihre Gebäudeleittechnik- und Leittechnik-Systeme über eine zentrale Schnittstelle
- Industrielle HLK-Überwachung – Überwachen und optimieren Sie Ihre HLK-Anlagen in Echtzeit
- BACnet-Cloud – Übertragen Sie die BACnet-Daten Ihrer Gebäudegeräte in die Cloud
- Industrielle Konnektivität – Wählen Sie die richtige Konnektivitätslösung für Ihre standortübergreifenden Gebäude
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