Was ist ein vernetztes Smart Building?
Ein Standardgebäude besteht aus einer Reihe unabhängiger Systeme: Die Gebäudeleittechnik steuert die HLK-Anlage, die Brandmeldeanlage verwaltet die Brandalarme, das Zutrittskontrollsystem steuert die Türen, die Zähler messen den Energieverbrauch – doch diese Systeme kommunizieren nicht miteinander und sind nur über voneinander getrennte lokale Schnittstellen einsehbar.
Das vernetzte Smart Building verbindet diese isolierten Systeme über eine IoT-Ebene: Sensoren und Gateways erfassen die Daten aller Systeme, und eine Cloud-Plattform übernimmt zentral die Überwachung, Analyse und Steuerung.
Die Vorteile sind messbar:
- Energie — Senkung des Verbrauchs um 15 bis 30 % durch automatische Optimierung.
- Komfort — Anpassung in Echtzeit an die Belegungs- und Wetterbedingungen.
- Wartung — vorbeugende Erkennung von Störungen, Fernwartung.
- Berichterstattung — vorgeschriebene Dashboards, CO₂-Bilanz, OPERAT (Verordnung für den Dienstleistungssektor).
- Sicherheit — zentrale Überwachung von Zugängen, Kameras und Alarmanlagen.
Architektur eines vernetzten Smart Buildings
Anwendungsfälle im Bereich Smart Building
Energieoptimierung
Die Plattform analysiert die Verbrauchsprofile nach Bereichen, Nutzungsarten und Uhrzeiten. Sie identifiziert Verschwendungsquellen (Geräte, die bei Abwesenheit eingeschaltet bleiben, Wärmebrücken, Wasserlecks) und schlägt Abhilfemaßnahmen vor. Die automatische Optimierung (Ausschalten der Beleuchtung bei Abwesenheit, Anpassung der Heizung an die Wettervorhersage) senkt die Kosten ohne menschliches Eingreifen.
Komfort und Luftqualität
CO₂-, Temperatur- und Feuchtigkeitssensoren in jedem Bereich ermöglichen es, die Belüftung an die tatsächliche Belegung anzupassen – und nicht nach einem festen Zeitplan. In den Besprechungsräumen wird die Belüftung bei Eintreffen der Nutzer aktiviert und gedrosselt, sobald sich der Raum leert.
Vorausschauende Instandhaltung
Die Analyse der Verbrauchskurven einer Kälteanlage oder eines Heizkessels deckt schleichende Verschleißerscheinungen bereits vor dem Ausfall auf: Eine Wärmepumpe, die 15 % mehr Energie verbraucht als noch vor 6 Monaten, um die gleiche Temperatur zu erreichen, weist Verschleißerscheinungen auf. Eine planmäßige Wartung kostet dreimal weniger als eine Notfallreparatur.
Einhaltung gesetzlicher Vorschriften
Die Verordnung für Dienstleistungsgebäude (BACS) schreibt eine schrittweise Senkung des Energieverbrauchs in Dienstleistungsgebäuden vor. Die Plattform erstellt automatisch die an OPERAT einzureichenden Verbrauchsberichte, einschließlich Verlaufsdaten, Bescheinigungen und Vergleichen mit den Referenzwerten.
Protokolle und Integrationen
| System | Standardprotokoll | Integrationsart |
|---|---|---|
| GTB-Leitsystem (Sauter, Siemens, Trend) | BACnet/IP | BACnet-Client über Gateway |
| HLK-Regler | Modbus RTU/TCP | Modbus-Polling |
| Energiezähler | Modbus RTU | RS-485 über Gateway |
| Wasser- und Gaszähler | M-Bus | M-Bus-Konzentrator |
| DALI-Beleuchtung | DALI/KNX | Über DALI/IP-Gateway |
| Zutrittskontrolle | REST/IP-API | Webhook oder Pull-API |
| CO₂-/Temperatur-/Feuchtigkeitssensoren | LoRaWAN / NB-IoT | Über LoRaWAN-Gateway |
Der Eziwan-Ansatz
Das Eziwan Gateway und die Eziwan Cloud bilden das Rückgrat eines vernetzten Smart Buildings: Erfassung über mehrere Protokolle (BACnet, Modbus, M-Bus, LoRaWAN), Datenübertragung in die Cloud über 4G oder Ethernet, Energie- und Komfort-Dashboard, Warnmeldungen und Fernzugriff.
Weitere Informationen: vernetzte Gebäudeleittechnik mit 4G, Energieüberwachung in der Industrie und Überwachung von Remote-Standorten.