IoT-Dossier

Überwachung des Wassertanks: Füllstand, Druck, Wasserqualität und Fernalarmierung

Fernüberwachung von Wassertanks: Sensoren für Füllstand, Druck, pH-Wert, Trübung und Chlorgehalt, Schwellenwertalarme und Fernsteuerung der Ventile.

Kurz gesagt
Die Überwachung des Wassertanks besteht darin, kontinuierlich den Ebene, die Druck, die Qualität (pH-Wert, Trübung, Chlor) sowie den Zustand der Ventile über eine Cloud-Plattform. Warnmeldungen per SMS/E-Mail lösen noch vor einem Überlaufen oder einer Verunreinigung Maßnahmen aus, in Übereinstimmung mit den Anforderungen derARS.

Warum sollte ein Wasserspeicher kontinuierlich überwacht werden?

Ein Trink- oder Brauchwasserspeicher ist eine kritische Anlage: Eine Störung der Füllstandsmessung kann zu einer Versorgungsunterbrechung, einem Überlaufen oder einer Verunreinigung führen. Ohne Fernüberwachung erfolgt die Überwachung durch kostspielige und selten durchgeführte manuelle Rundgänge. Die Fernüberwachung ermöglicht es, jede Abweichung in Echtzeit zu erkennen, automatische Warnmeldungen auszulösen und unverzüglich zu reagieren.

Es gibt zahlreiche Herausforderungen:

  • Gesundheitssicherheit: Ein zu niedriger Füllstand begünstigt Stagnation und Bakterienwachstum.
  • Brandschutz: Ein Löschwasserbehälter muss stets mindestens die vorgeschriebenen Mindestanforderungen erfüllen.
  • Optimierung der Pumpen: Das Vermeiden von Trockenlauf und zu häufigen Schaltzyklen verlängert die Lebensdauer.
  • Einhaltung der Vorschriften: Die ARS verlangt eine kontinuierliche Aufzeichnung der Qualitätsparameter für UDI.

Gemessene Parameter und zugehörige Sensoren

ParameterSensortechnologieMessfrequenzTypische Schwellenwerte
FüllstandHydrostatisch / Ultraschall1 – 15 min< 20 % → Warnung „Niedrig“
Druck4–20-mA-Messumformer1 – 5 min< 1 bar → Warnung
RestchlorElektrochemisch (Inline)5 – 15 min< 0,1 mg/L oder > 0,5 mg/L
pH-WertGlaselektrode5 – 15 min< 6,5 oder > 9
TrübungNephelometrisch NTU5 – 30 min> 1 NTU Trinkwasser
TemperaturPT100 / PT100015 min> 25 °C – Legionellenrisiko

Alle diese Sensoren übertragen ihr Signal (4–20 mA, RS-485 Modbus oder HART) an ein IoT-Gateway für die DIN-Schiene, das im Schaltschrank des Bauwerks untergebracht ist.

Architektur einer Lösung zur Tanküberwachung

Die Lösung gliedert sich in drei Ebenen:

  1. Feldebene — ACS-zertifizierte Sensoren, motorisierte Ventile, Pumpen mit Statusrückmeldung.
  2. Kommunikationsebene — 4G/LTE-Gateway mit Multi-Operator-SIM-Karte, verschlüsseltes ausgehendes VPN.
  3. Anwendungsebene — Cloud-Plattform mit Echtzeit-Dashboards, Verlaufsdaten, ARS-Berichten und Alarmmanagement.

Der Fernzugriff auf die Fernsteuerung der Ventile unterliegt einer Zwei-Faktor-Authentifizierung, und jede Aktion wird zur Einhaltung der gesetzlichen Nachvollziehbarkeitsanforderungen protokolliert.

Warnmeldungen und Bereitschaftsdienstmanagement

Ein gutes Warnsystem basiert auf mehreren Schweregraden:

  • Voralarm (niedriger Wert, Chlorgehalt leicht außerhalb des zulässigen Bereichs): E-Mail-Benachrichtigung an den Betreiber.
  • Alarm (kritischer Wert, kein Chlorgehalt, Druckabfall): Gleichzeitige SMS an den Bereitschaftsdienst + automatische Erstellung eines Tickets.
  • Technischer Alarm (Verlust der Gateway-Verbindung, Stromausfall): separate Benachrichtigung, um einen Störfall vor Ort von einem Netzwerkausfall zu unterscheiden.

Die Bestätigungsdauer, die Zeitfenster und die Eskalationsstufen sind vollständig konfigurierbar.

Inbetriebnahme und Integration in ein bestehendes System

Die Eziwan-Überwachung lässt sich auf verschiedene Weise in bestehende Systeme integrieren:

  • Vorhandene 4–20-mA-Sensoren: direkter Anschluss an die Analogeingänge des Gateways.
  • Vorhandene SPS: Auslesen der Modbus-TCP/RTU-Register ohne Änderung der SPS-Logik.
  • Bestehendes SCADA-System: MQTT- oder REST-API-Export, um die Daten an ein externes Überwachungssystem zu übertragen.
  • Wasserabrechnung: stündlicher oder täglicher CSV-Export für die Bilanzierung von Produktion und Netzverlusten.

Die komplette Inbetriebnahme – Installation der Sensoren, Konfiguration, Alarmtests und Schulung – erfolgt innerhalb von 1 bis 2 Tagen vor Ort.

Häufig gestellte Fragen

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