Warum die Anbindung die größte Herausforderung für abgelegene Standorte darstellt
Bevor man aus der Ferne überwachen, Alarm auslösen oder eingreifen kann, muss man verbunden sein. In städtischen Gebieten, in denen Glasfaser, ADSL und 4G nebeneinander existieren, ist das kein Problem. An ländlichen oder abgelegenen Industriestandorten stellt dies jedoch eine echte Herausforderung dar.
Typische Einschränkungen:
- Kein Festnetzanschluss verfügbar.
- Begrenzte oder je nach Anbieter schwankende 4G-Abdeckung.
- Begrenzte Stromversorgung (oder ausschließlich Solarstrom).
- Geräte in Kellern oder Technikräumen mit starker Funkdämpfung.
- Für die Überwachung ist eine permanente 24/7-Verbindung erforderlich.
Die gute Nachricht: Die 4G-Konnektivität mit einer M2M-SIM-Karte für mehrere Netzbetreiber löst 95 % der Probleme bei abgelegenen Standorten auf dem französischen Festland.
Vergleich der Technologien für abgelegene Standorte
Wie lässt sich die 4G-Abdeckung vor Ort verbessern?
1. Multi-Netz-SIM-Karte Eine M2M-SIM-Karte, die automatisch alle verfügbaren Netzbetreiber testet und das beste Signal auswählt. In Frankreich ergänzen sich die Netzabdeckungen von Orange, SFR und Bouygues: Ein Standort, der nicht von Orange abgedeckt wird, kann möglicherweise von SFR abgedeckt werden.
2. Externe Richtantenne Auf dem Dach oder an der Fassade montiert, auf die nächstgelegene Mobilfunkantenne ausgerichtet. Typischer Gewinn von 10–15 dBi. Kompatibel mit den SMA-Anschlüssen industrieller Gateways. Verlustarmes Koaxialkabel (LMR-240 oder LMR-400) für Längen > 5 m.
3. Lokaler 4G-Repeater Verstärkt das im Außenbereich empfangene Signal und leitet es über eine Innenantenne in den Innenbereich weiter. Wirksam bei Gebäuden mit starker Signalabschwächung (Metall, Stahlbeton). Muss den ARCEP-Vorschriften entsprechen (begrenzte Leistung, Anmeldung beim Netzbetreiber).
4. NB-IoT Für einfache Daten mit geringer Übertragungsfrequenz (Zählerstände, Füllstandsmessungen) bietet NB-IoT eine bessere Durchdringung in Gebäuden (zusätzliche -20 dB im Vergleich zum Standard-4G) und eine Batterielebensdauer von 5 bis 10 Jahren. Landesweite Abdeckung über die Netze von Bouygues und Orange.
Die Konnektivität entsprechend der Nutzung dimensionieren
| Nutzung | Erforderliche Datenübertragungsrate | Empfohlene Technologie |
|---|---|---|
| Zählerablesung (1/Stunde) | < 1 MB/Monat | NB-IoT oder LoRaWAN |
| Modbus-Überwachung (Messungen alle 5 Min.) | 10–50 MB/Monat | 4G LTE Cat-1 oder Cat-4 |
| VPN-Fernzugriff (1 Std./Woche) | 200 MB–1 GB/Monat | 4G LTE Cat-4 oder Cat-6 |
| OTA-Firmware-Update | 100–500 MB/Monat | 4G LTE Cat-4 |
| Videostream (HD-Kamera) | 5–50 GB/Monat | 4G LTE Cat-12 oder 5G |
Der Eziwan-Ansatz
Das Eziwan Gateway verfügt über ein LTE-Cat-4-Modem (150 Mbit/s Downlink), zwei M2M-SIM-Steckplätze und einen SMA-Anschluss für eine externe Antenne. Es ist kompatibel mit den Eziwan M2M-SIM-Karten für mehrere Netzbetreiber, um die Netzabdeckung an jedem Standort zu optimieren.
Über die Eziwan Cloud: Überwachung des Netzwerksignals jedes Gateways (RSRP, RSRQ, aktiver Netzbetreiber), Warnmeldungen bei Signalverschlechterung und zentrale Verwaltung des SIM-Bestands.
Weitere Informationen: Überwachung abgelegener Standorte, industrieller 4G-Router und M2M-SIM-Karte für mehrere Netzbetreiber.